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Tschüss Vorurteile – Hallo Inklusion

Sagen Sie den Vorurteilen, Mythen und Falschaussagen „Auf Widersehen“ und besorgen Sie sich Argumente für die nächste Inklusionsdebatte. Inklusionsfakten.de ist eine Seite über Mythen und Fakten rund um inklusive Bildung: Alle gesammelten vorurteilhaften Aussagen zur inklusiven Bildung auf einen Blick – Faktenwissen und Widerlegungen mit einem Klick:

Was ich über inklusive Bildung sagen kann, wenn jemand sagt….(einfach auf die Aussage klicken)

1. “Schüler/Schülerinnen mit Behinderung lernen besser an einer Förderschule”

2. “Die nichtbehinderten Kinder werden durch den gemeinsamen Unterricht benachteiligt”

3. „Inklusion ist schön, aber bitte nicht auf Gymnasien“

4. “Inklusiver Unterricht kostet mehr”

5. “Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen, wenn es um die Entscheidung des Förderortes geht”

6. „Inklusion ist Gleichmacherei“

7. „Es werden Massen von Kindern mit Förderbedarf an die allgemeinen Schulen kommen“

8. “Erst müssen alle Schulen barrierefrei sein”

9. “Kinder mit Behinderung brauchen einen Schonraum/Schutzraum”

10. “Inklusion funktioniert vielleicht bei Kindern mit Down-Syndrom oder Kindern im Rollstuhl, jedoch kann nicht jedes Kind mit Behinderung in eine Regelschule gehen”

11. “Also die ganz ‘schwerstmehrfach-behinderten Kinder’ können nicht in den Gemeinsamen Unterricht. Das geht ja gar nicht”

12. “Also die ganz verhaltensauffälligen Schüler, die können nicht in den Gemeinsamen Unterricht. Das geht ja gar nicht”

13. „Inklusion ist eine Belastung und Inklusion hat Grenzen“

14. “Einige Kinder mit Behinderung können auf eine inklusive Schule, andere Behinderungsformen sprengen den Rahmen”

15. “Die Kinder mit Behinderung werden gehänselt”

16. „Schüler/-innen mit Lernschwierigkeiten lernen im inklusiven Unterricht nicht das, was sie auf Förderschulen lernen“

17. “Wir brauchen erst Konzepte und empirische Befunde”

18. “Inklusion braucht Zeit. Inklusion darf keine Hau-Ruck-Aktion sein. Wir müssen mit Augenmaß an die Sache heran gehen”

19. “Die Schulen sind nicht ausgestattet für Kinder mit Behinderung”

20. “Nicht alle Schulen sollen behinderte Kinder aufnehmen”

21. “Die Sonderpädagogen wollen weiterhin ‘ihre’ Förderschule”

22. “Die Lehrer der Regelschule wollen doch gar keine Inklusion”

23. “Inklusive Bildung – wie soll denn das gehen, wenn die “schwachen” Schüler nicht mitkommen?”

24. „Die Eltern können ja wählen auf welche Schule das Kind geht“

25. „Die Förderschule für Lernbehinderte ist sinnvoll“

26. “Die Inklusions-Debatte wird ideologisch geführt”

27. “Die Lehrer wissen doch gar nicht wie das geht”

28. “Was mischt sich die UNO in deutsche Bildungspolitik ein?!”

29. “Inklusion ist aufwendig”

30. “Kinder mit Autismus gehören auf eine Förderschule”

31. “Inklusion ist eine Illusion”

32. “Inklusion ist Sozialromantik”

33. “Kinder mit Sprachbehinderung gehören auf die Sprachheilschule”

34. “Der Gemeinsame Unterricht erzeugt neue Vorurteile”

35. „Inklusion bezieht sich allein auf Kinder mit und Kinder ohne Behinderung“

36. “Es braucht immer 2 Lehrer und immer ganz kleine Klassen”

37. „Ich kann mir das gar nicht vorstellen…wie geht denn inklusiver Unterricht?“

38. „Gehörlose Schüler können nicht an die inklusive Schule“

„Die nichtbehinderten Kinder werden durch den gemeinsamen Unterricht benachteiligt“

Hier hilft ein Blick auf die Forschung, um nachzuvollziehen, dass diese Aussage nicht stimmt (Forschungsergebnisse_GU). Die Studien zeigen, dass Kinder im Gemeinsamen Unterricht keine schlechteren, teilweise sogar bessere Ergebnisse erzielen. Denn von der inklusiven Didaktik profitieren alle. Das Sozialverhalten und das Selbstkonzept werden gestärkt. Hirnforscher Hüther geht sogar so weit, dass er sagt: „Inklusion macht schlau“, da heterogene Gruppen komplexere soziale Situationen und somit vielfältigere Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten bieten („Warum macht Integration schlau“, Hrsg: mittendrin e.V., 2008, S.311). Read On…

„Inklusiver Unterricht kostet mehr“

Immer wieder wird bei dem Thema inklusive Bildung mit den Kosten argumantiert. Richtig ist: Nur 0,2 Prozent aller Sonderschüler machen das Abitur, 75 Prozent nicht mal den Hauptschulabschluss. Bei den meisten Kindern mit Behinderung würde die Inklusion Null Cent kosten, wenn man bereit wäre Förderschulen zu schließen. Kaum zu glauben? Hier gehts zu den Fakten: Read On…

„Die Förderschule für Lernbehinderte ist sinnvoll“

Völlig falsch. Sowohl entwicklungspsychologisch als auch vom Lernerfolg her schadet die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen eher, als dass sie fördert. Kommen Schüler/Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ zusammen in eine Klasse, stellt sich der so genannte „Cooling-Out“-Effekt ein. Die Schüler/Schülerinnen passen sich dem niedrigen Lernniveau an.  Read On…

„Inklusion braucht Zeit. Inklusion darf keine Hau-Ruck-Aktion sein. Wir müssen mit Augenmaß an die Sache heran gehen“

Wieder ein verzögerungstaktisches Argument. Was viele nicht wissen: Inklusion hatte jahrzehntelang Zeit im deutschen Bildungssystem Fuß zu fassen. Die damalige Integration entstand aus Elterninitiativen und den Willen von Pädagoginnen/Pädagogen. Trotz vieler, wissenschaftlich begleiteter und erfolgreicher Schulversuche und vieler Bemühungen auf Seiten der Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und auch mancher mutiger Schulbehörde, konnte sich der Gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen nicht flächendeckend durchsetzen. Read On…