„Inklusive Bildung – wie soll denn das gehen, wenn die „schwachen“ Schüler nicht mitkommen?“

Von der inklusiven Didaktik bis hin zur Raum- und Schulausstattung finden Veränderungen statt, die ein gleichberechtigtes, demokratisches und lebendiges Lernen ermöglichen. „One size fits all“/„Eine Größe für alle“ ist passé.

Neben zahlreicher Fachliteratur zum inklusiven Unterricht und inklusiver Didaktik (z.B. Simone Seitz), sei auf Dokumentationen verwiesen, die das gemeinsame Lernen eindrucksvoll veranschaulichen.

Klassenleben:

Bergfidel:

Inklusiver Unterricht bedeutet eine Abkehr vom langwierigen Frontalunterricht. Projektarbeit, Logbucharbeit, Lernen an Stationen und Werkstattarbeit ermöglichen Lernen im individuellen Tempo. Davon profitieren auch Hochbegabte, da sie in ihrem Tempo lernen können und ihr Wissensdurst nicht ausgebremst wird. Inklusive Didaktik eignet sich auch gut in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen. Ein Kind, das besonders gut in Mathe ist, erklärt einem anderen Kind, das Hilfe braucht, die Aufgabe. Durch das Erklären tritt der Lehr-Lern-Effekt ein. Das erklärende Kind wiederholt dabei das eigene Wissen, was sich dadurch besser festigen kann. Durch das selbstorganisierte, freie Lernen, durch die Teamarbeit, durch weitgehend freie Zeiteinteilung, durch die freie Methodenwahl, durch die Wahlfreiheit in Bezug auf die Interaktionsformen (Einzel-, Paar- oder Gruppenarbeit) und durch die Kontrolle bzw. das Feedback durch den Abschlusskreis wird ein eigenverantwortliches, fachliches und soziales Lernen ermöglicht. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass solche Lernformen sehr erfolgreich sind (mehr dazu bei Simone Seitz: Die Frage nach dem ‚Kern der Sache‘). Dafür braucht es entsprechende Lernräume, Methoden, Materialien und Know-how. Wie Kinder/Jugendliche mit unterschiedlichen Lernniveaus entsprechend ihrer Lerntypen demokratisch, frei, kooperativ und erfolgreich lernen können zeigt das Buch „Eine Schule für alle: inklusive Didaktik in der Praxis“ von Kersten Reich.

Didaktik ©Inklusionsfakten

Mal ganz nebenbei hat Reformpädagogin Maria Montessori schon 1907 gezeigt, dass die auf das Individuum abgestimmte Förderung und die soziale Eingliederung vorrangige Aufgaben sind. Und diese treffen in gleichem Maße für nichtbehinderte und behinderte Kinder zu.

Weiterführende Links:

Auf Inklunet.de gibt es einen Didaktikpool. Dort kann man sich über didaktische Unterrichtsprojekte, -skizzen und -entwürfe der integrativen Schulpraxis informieren und  etwas über Ideen, Projekte, Unterrichtsskizzen, didaktisch-methodische Überlegungen, Materialien oder Unterrichtssequenzen erfahren.

http://www.inklunet.de/didaktikpool/

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