UNO: Tobender Beifall für Deutschlands inklusives Schulsystem

(Genf, den 1.April) Der Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderung der UNO lobt Deutschland für die Entwicklung eines inklusiven Schulsystems. Während der Staatenprüfung durch den UN-Fachausschuss zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention am 26. und 27. März passierte etwas bis dato Ungewöhnliches. Die UN-Berichterstatterin applaudierte plötzlich lautstark, als Vertreter der Staatendelegation zum Recht auf inklusive Bildung Stellung nahmen. Die Inklusionsquote von 90 Prozent sei erreicht und der positive Effekt spürbar. Vorurteile und Diskriminierungen haben durch das Gemeinsame Spielen und Lernen stark abgenommen. Durch die Inklusion erreichen auch mehr Schüler/innen mit Behinderung einen Schulabschluss. Das wirkt sich auch günstig auf den Arbeitsmarkt aus. Alles in allem eine positive Entwicklung. Doch der selbstkritische Vertragsstaat Deutschland gibt zu, dass es auch weiterhin viel zu tun gibt. „Noch nicht alle Schulen verfügen über ein eigenes barrierefreies Schwimmbad.“ Außerdem wolle man, nachdem alle Schulen über genügend Personal, Räume und Materialien verfügen, endlich das heilpädagogische Reiten stärker fördern. „Es kann nicht sein, dass nur 50 Prozent aller Schulen über einen Reiterhof verfügen“, so ein Vertreter der Staatendelegation.

Ein Mitglied des UN-Fachausschusses zeigt sich besonders überrascht: „Es ist kaum zu glauben, dass Deutschland mal Schlusslicht in Sachen inklusiver Bildung war. Damals war nicht absehbar, wann es Deutschland schafft auch nur annähernd ein inklusives Bildungssystem aufzubauen“. Die vielen Maßnahmen deutscher Bildungspolitik haben gefruchtet. Die Erhöhung der finanziellen Ressourcen und der Abbau von Förderschulen führten zu einem Bildungssystem, das selbst Kanada und Finnland vor Neid erblassen lässt. „Deutschland hat ein durch und durch inklusives Schulsystem aufgebaut. Die „Schule für alle“ hat das rückschrittliche und diskriminierende Bildungssystem abgelöst und wird jetzt allen Kindern gleichermaßen gerecht.“, stellte der UN-Fachausschuss begeistert fest. Nicht nur die Ausstattung sei beispielhaft, auch die Lehrerausbildung und der qualitativ hochwertige Unterricht zeigten, wie ernst Deutschland das Thema inklusive Bildung ist. Anstatt der geplanten Concluding Observations (abschließenden Bemerkungen) gab es im Fachausschuss Standing Ovations.

(Um alle Zweifel auszuräumen: Das ist ein Aprilscherz, der auf die beschämende Lage und die Missstände in Sachen inklusiver Bildung überspitzt und gegenteilig hinweist. Der erste April wurde genutzt, um die unzureichende Wirklichkeit „inklusiver Bildung“ einem Ideal gegenüber zu stellen. Richtig ist: Deutschland ist weiterhin Spitzenreiter was das Aussortieren von Kindern mit besonderem Förderbedarf angeht. Kein Bundesland hat die Rechtsvorgaben inklusiver Bildung hinreichend entwickelt, siehe auch hier).

Inklusion go for it ©Inklusionsfakten.de

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