Bei einer inklusiven Schule für alle Kinder geht es nicht um Gleichmacherei, sondern um gleiche Rechte. Inklusiver Unterricht und inklusive Pädagogik ist das genaue Gegenteil von Gleichmacherei und Rasenmäher-Pädagogik. Jedes Kind soll chancengleich lernen können. Read On…
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Bullshit Bingo zur inklusiven Bildung
Inklusionsfaktens Bullshit Bingo ist eine Variante, um mit dem Frust, wie über inklusive Bildung debattiert wird, besser umzugehen. Read On…
Im Wartezimmer der Inklusion – zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2014
Im Wartezimmer der Inklusion sitzen die unterschiedlichen Artikel der gerade etwas müde gewordenen UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland neulich ihren fünften Geburtstag feierte. Es ist ein bunter Haufen von Artikeln, die sich lautstark miteinander unterhalten.
„Es werden Massen von Kindern mit Förderbedarf an die allgemeinen Schulen kommen.“
Manche Menschen glauben, dass mit der Umsetzung von Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention und mit der Einführung einer flächendeckenden inklusiven Bildungslandschaft, Schülerinnen/Schüler mit Förderbedarf die Regelschulen geradezu „überschwämmen“ würden. Die Zahlen zeigen aber etwas anderes:
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„Inklusion ist schön, aber bitte nicht auf Gymnasien“
Zunächst einmal wird durch die UN-Behindertenrechtskonvention klargestellt, dass Gymnasien keine “behindertenfreie” Zone sind. Dies ist menschenrechtlich nicht zulässig und auch nicht im Sinne von Anti-Diskriminierung und Inklusion. Die UN-Behindertenrechts-konvention (UN-BRK) unterscheidet nicht nach Oberschultypen. Read On…
“Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen, wenn es um die Entscheidung des Förderortes geht”
Sowohl die UN-Kinderrechtskonvention als auch die UN-Behindertenrechtskonvention zielen darauf ab, verbesserte Bedingungen und Entwicklungschancen für junge Menschen zu schaffen. Read On…
„Die Eltern können ja wählen auf welche Schule das Kind geht“
Um wirklich entscheiden zu können, braucht es vernünftige Wahlmöglichkeiten. Im Moment haben die Eltern aber oft nur die Wahl zwischen einer nicht optimal ausgestatteten Regelschule und einer Förderschule, die oft nicht am Wohnort des Kindes ist. Read On…
“Die nichtbehinderten Kinder werden durch den gemeinsamen Unterricht benachteiligt”
Hier hilft ein Blick auf die Forschung, um nachzuvollziehen, dass diese Aussage nicht stimmt (Forschungsergebnisse_GU). Die Studien zeigen, dass Kinder im Gemeinsamen Unterricht keine schlechteren, teilweise sogar bessere Ergebnisse erzielen. Denn von der inklusiven Didaktik profitieren alle. Das Sozialverhalten und das Selbstkonzept werden gestärkt. Hirnforscher Hüther geht sogar so weit, dass er sagt: „Inklusion macht schlau“, da heterogene Gruppen komplexere soziale Situationen und somit vielfältigere Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten bieten (“Warum macht Integration schlau”, Hrsg: mittendrin e.V., 2008, S.311). Read On…
“Inklusiver Unterricht kostet mehr”
Immer wieder wird bei dem Thema inklusive Bildung mit den Kosten argumantiert. Richtig ist: Nur 0,2 Prozent aller Sonderschüler machen das Abitur, 75 Prozent nicht mal den Hauptschulabschluss. Bei den meisten Kindern mit Behinderung würde die Inklusion Null Cent kosten, wenn man bereit wäre Förderschulen zu schließen. Kaum zu glauben? Hier gehts zu den Fakten: Read On…
“Schüler/Schülerinnen mit Behinderung lernen besser an einer Förderschule”
Falsch, die Wocken-Studie, die BiLieF-Studie, die Ergebnisse von Bildungsvergleichsstudien des IQB und weitere Untersuchungen (Forschungsergebnisse_GU) zeigen, dass diese These wissenschaftlich nicht belegt werden kann. Read On…
Das Angelspiel oder woran mich unsere Gesellschaft manchmal erinnert
Das Angelspiel – wer kennt es nicht: Blaue, pinke, grüne und gelbe Fische, die ihren Mund auf und zu machen, werden mit der farblich passenden Angel herausgefischt. Die grüne Angel sucht und findet grüne Fische, die blaue Angel blaue, die rote Angel schnappt sich die roten Fischlein usw.. Zieht versehentlich der Magnet der roten Angel einen gelben Fisch heraus, so ist dies ein Fehler im Spiel und somit unerwünscht. Währenddessen dreht sich der Fischpool wie die Erde im Kreis.
Angenommen der sich drehende Pool wäre die Gesamtheit der Menschen in Deutschland. Read On…
5 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – Keine Eins Plus für die Bildungspolitik
Vor fünf Jahren, am 26. März 2009 trat in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft. In dem darin enthaltenen Artikel 24 ist das Recht auf inklusive Bildung fixiert. Kinder und Jugendliche mit Behinderungen haben das Recht auf die allgemeine Schule zu gehen und am gemeinsamen Unterricht teilzunehmen. Sie dürfen nicht länger gegen ihren Willen oder den der Eltern auf die Förderschule abgeschoben werden. Die notwendige Unterstützung muss ihnen an der allgemeinen Schule gewährt werden.
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„Die Förderschule für Lernbehinderte ist sinnvoll“
Völlig falsch. Sowohl entwicklungspsychologisch als auch vom Lernerfolg her schadet die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen eher, als dass sie fördert. Kommen Schüler/Schülerinnen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ zusammen in eine Klasse, stellt sich der so genannte „Cooling-Out“-Effekt ein. Die Schüler/Schülerinnen passen sich dem niedrigen Lernniveau an. Read On…
“Inklusion braucht Zeit. Inklusion darf keine Hau-Ruck-Aktion sein. Wir müssen mit Augenmaß an die Sache heran gehen”
Wieder ein verzögerungstaktisches Argument. Was viele nicht wissen: Inklusion hatte jahrzehntelang Zeit im deutschen Bildungssystem Fuß zu fassen. Die damalige Integration entstand aus Elterninitiativen und den Willen von Pädagoginnen/Pädagogen. Trotz vieler, wissenschaftlich begleiteter und erfolgreicher Schulversuche und vieler Bemühungen auf Seiten der Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und auch mancher mutiger Schulbehörde, konnte sich der Gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen nicht flächendeckend durchsetzen. Read On…
“Die Schulen sind nicht ausgestattet für Kinder mit Behinderung”
Ja das stimmt teilweise. Und deshalb müssen den Schulen die personellen, sächlichen und räumlichen Ressorucen bereitgestellt werden, die sie für die inklusive Bildung brauchen. Der US-amerikanischer Psychologe Julian Rappaport meint im Zusammenhang mit Inklusion: „Rechte ohne Ressourcen zu besitzen ist ein grausamer Scherz!“ Read On…
“Wir brauchen erst Konzepte und empirische Befunde”
Guten Morgen, wer hat da die letzten 40 Jahre bildungspolitisch verschlafen? Seit 1975 gibt es Konzepte in Deutschland, die zeigen, wie Gemeinsamer Unterricht umgesetzt werden kann. Read On…
“Kinder mit Behinderung brauchen einen Schonraum/Schutzraum”
Dieses beliebte Argument, auch die „Schonraumfalle“ genannt, basiert auf dem Gedanken, Kinder mit Behinderungen würden sich auf Förderschulen optimaler entwickeln, da sie nicht mit Kindern, die in ihrer Entwicklung „weiter“ sind, konfrontiert werden und „unter ihresgleichen“ sind. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Read On…
“Die Kinder mit Behinderung werden gehänselt”
Manche werden gehänselt, weil sie zwei lesbische Mütter haben, manche weil sie Schuhe mit Klettverschluss tragen, manche wegen einer Behinderung. Das Repertoire an gesellschaftlich internalisierten Vorurteilen ist groß. Read On…
“Erst müssen alle Schulen barrierefrei sein”
Barrierefreie Schulen sind ein wichtiges Ziel. Aber zu sagen “Erst müssen alle Schulen barrierefrei sein, bevor wir loslegen können” verzögert den inklusiven Prozess. Read On…
„Kindern mit Autismus gehören auf eine Förderschule“
Alle Schülerinnen/Schüler mit Behinderung, auch Kinder mit Autismus, haben das Recht gleichberechtigt mit nichtbehinderten Schülerinnen/Schülern an einer allgemeinen Schule zu lernen. Read On…


